Tipps für eine erfolgreiche Moderation

1. Wo befindet sich der ideale Platz auf der Bühne?

Du gehst zur Mitte der Bühne und bleibst dort stehen, das ist klar, aber wo genau befindet sich die ideale Position? Die Schüchternen stehen meist ganz hinten, die Mutigeren meist weiter vorne. Stell dich dorthin wo du dich wohlfühlst…ich gehe bei der Begrüßung übrigens sehr gerne ins Publikum rein…

Noch ein Hinweis: Nicht beim auf die Bühne gehen lossprechen, sondern innehalten. So lange, bis alle leise sind. Diese Technik garantiert dir jede Menge Aufmerksamkeit, da die Menschen im Publikum gespannt sind was passiert.

2. Der erste Eindruck

Wie du beim Publikum ankommst, hängt maßgeblich von deiner Körperhaltung & von deinem Gesichtsausdruck ab. Also schaue freundlich, am besten lächle ins Publikum! Aber Vorsicht – dein Lächeln muss echt sein, das Unterbewusstsein deines Gegenübers wird sofort merken, wenn es aufgesetzt ist.

Wie bekommst du ein echtes Lächeln? Ganz einfach: Denke an etwas, das dir tief aus deinem Herzen echte Freue bereitet. Männer denken meistens an … naja … manche Sachen transportiert man besser nonverbal. Ich denke immer an meinen Hund. Der ist einfach … zum Verlieben! Okay, bevor das Ganze im Schwärmereien ausartet … zurück zum Thema.

3. Wie stelle ich mich am besten vor?

 Gar nicht! Wenn die Möglichkeit besteht, dass hinter dir auf einer Präsentationswand dein Name und deine Position eingeblendet werden können, dann nutze das auch so. Ganz ehrlich: Weder Position noch Namen interessieren, es geht vielmehr darum, zu wirken. Inhalte und News interessieren, es geht nicht um die Person, die da vorne steht.

Musst du dich doch vorstellen, so sollte der erste Satz deiner Moderation das beinhalten, was dein Publikum am meisten interessiert. Hier ein Beispiel für einen guten Einstieg, der übrigens der wichtigste Part der gesamten Veranstaltung ist, da er das Publikum „abholt“ und eine wichtige Grundlage für die positive Stimmung ist.

Hier ein Beispiel, wie man den Text für die Begrüßung einer Moderation gestalten kann:

In wenigen Minuten werden wir Ihnen hier ganz exklusiv die brandneue Mercedes Benz A Klasse vorstellen, mit beeindruckenden Features, die Ihre Kunden begeistern werden.

Es wird ein toller Abend. Schön, dass Sie da sind und damit Hallo und ganz herzlich Willkommen liebe Gäste zu unserer exklusiven Deutschlandpremiere von Mercedes Benz!

Bevor wir ins Thema einsteigen, und Sie sich fragen, wer ist denn unsere Moderatorin da eigentlich? Ich bin Saskia Naumann und freue mich auf einen Abend der Extraklasse mit Ihnen!!

4. Hände

Wohin mit den Dingern? Entweder eine Hand ans Mikrofon oder wenn du ein Headset trägst, dann halte doch am besten ein paar Moderationskarten in der Hand. Wenn du dir noch ein Logo des Veranstalters hinten drauf druckst, wirkt es gleich viel professioneller.

Jetzt kommt das Entscheidende. Du möchtest ja die Sympathie des Publikums für dich gewinnen, deshalb musst du dem Unterbewusstsein der Zuschauer vermitteln, dass du „ungefährlich“ bist. Dazu brauchst du deine Hände – baue in den ersten 45 Sekunden eine Geste ein, bei der du dem Publikum deine Handflächen von innen präsentierst. Damit vermittelst du deinem Gegenüber unterbewusst, dass du keine Waffe in der Hand hast und harmlos bist. Hat was mit den Urinstinkten zu tun. Achte generell immer auf eine offene Körperhaltung.

5. Inhalte der Moderation

 Wie schreibt man überhaupt so eine Moderation? Nicht aus Lebensläufen. Wir wollen informieren und unterhalten, aber nicht langweilen!!!! Ich rufe jeden einzelnen Referenten vor dem Event an und frage nach dem besonderen Highlight des Vortrages. Meistens komme ich mit den Referenten ins Plaudern und dabei erzählen sie die schönsten Dinge. Dann recherchiere ich eine Stunde und schaue, welche Verknüpfungen es zu dem Thema gibt – aktuelle Pressenews? Neue Patente? Ein erfreulicher Aktienkurs?

Es geht auch darum, Wissen zu vermitteln, aber auch das Publikum neugierig zu machen, Interesse zu wecken.

Hier ein gutes Beispiel für eine Moderation aus dem Bereich Technik:

 Formel 1 Autos, Prothesen, Tennisschläger, Rotorblätter von Windkraftanlagen oder vielleicht auch Ihre Sonnenbrille (wenn Sie z. B. von Oakley sein sollte) – sie alle bestehen aus Carbon!

Die perfekte Zusammensetzung des Werkstoffes entscheidet, was dabei herauskommt. Aber es gibt nur ganz Wenige weltweit, die diese hohe Kunst beherrschen. Einer der führenden Köpfe auf diesem Gebiet ist Dr. Max Muster – der Leiter der Forschung und Basisentwicklung bei Musterfirma.

Die Anwendungsgebiete für Kohlenstoff sind unendlich, also wie wär´s denn mit einem schönen Diamanten für mich, Herr Dr. Muster?

6. Getuschel in den hinteren Reihen

Gibt es leider immer wieder, häufig bei technischen Pannen. Ich verrate Ihnen hier gerne meinen Geheimtrick: „Funktioniert mein Mirkofon noch? Können Sie mich da hinten eigentlich überhaupt verstehen? (kurze Pause) Ich Sie nämlich sehr gut!“

7. Pausen

Die Pause ist mein wichtigstes Moderationselement, mit dem ich nur allzu gern spiele. Fange mit der Moderation an und dann überlege dir einen Punkt, eine Pause zu machen. Je länger diese geht, desto höher steigt die Spannung deines Publikums.

Wenn du kein geübter Redner bist, dann wird dir die Pause sehr schwer fallen, probiere es einfach mal aus. 5 Sekunden reichen schon, die sich auf der Bühne wie 10 Minuten anfühlen können. Die Aufmerksamkeit deines Publikums ist dir damit garantiert!

8. Lampenfieber

 Hier kann man wenig machen. Du kannst nur lindern, aber nicht heilen. Eine gute Vorbereitung hilft dir besser, mit einer Präsentation klar zukommen. Und: Präsentiere so oft du kannst! Nur damit legt sich das Lampenfieber mit der Zeit.

Ich habe jetzt zum Beispiel schon locker über 500 Moderationen hinter mir und dennoch hab ich immer noch Lampenfieber. Allerdings nur noch in den ersten 30 Sekunden der Begrüßungsmoderation. Das ist der Moment, wenn ich die Energie des Publikums spüre und merke, ob es mir wohl gesonnen ist oder eben nicht.

Es sind die intensivsten Sekunden der gesamten Moderation für mich und die entscheidenden, das Publikum für mich zu gewinnen.

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Eventmoderatorin Saskia Naumann gibt Tipps für eine gute Eventmoderation

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