Tipps für deine erfolgreiche Moderation – vom Profi

Du sollst eine Veranstaltung moderieren? Hier habe ich das Wichtigste für dich zusammengefasst!

Ich schenke dir meine 8 wertvollsten Tipps rund um das Thema Moderation- meine Erfahrung aus über 6000 Präsentationen für TV und Event. Übrigens: es lohnt sich bis nach ganz unten zu scrollen, denn dort warten professionelle Moderationstexte auf dich. Viel Spaß beim Umsetzen und Moderieren!

Moderations-Tipp 1: Deine Position auf der Bühne

Der Platz in der Mitte der Bühne ist ideal für dich. Die etwas ungeübteren Redner stehen meist weiter hinten, währenddessen selbstbewusstere Sprecher oft weiter vorne stehen. So macht es die versierte Moderatorin bzw. der versierte Moderator: er geht bei der Begrüßung in das Publikum rein und bezieht einzelne Zuschauer in das Programm direkt mit ein.

Gut zu wissen: Nicht beim auf die Bühne gehen lossprechen, sondern innehalten und Bühnenposition einnehmen. Schweige, lächle und hebe die Augenbrauen (signalisiert Interesse zur Kontaktaufnahme) und zwar so lange, bis alle leise sind. Diese Technik garantiert dir jede Menge Aufmerksamkeit, da die Menschen im Publikum gespannt sind was passiert.

Moderations-Tipp 2: Dein perfekter erster Eindruck

Die ersten Sekunden deiner Performance sind entscheidend dafür, ob du das Publikum gewinnst oder nicht. Bis zu 80 Prozent unserer Kommunikation laufen nonverbal ab. Also, nutze dein volle Potential deiner Körpersprache! Ein guter Trick um sofort das Publikum für dich zu begeistern ist das Zeigen der Handinnenflächen. Es ist eine Vertrauensgeste, die dich sofort sympathisch wirken lässt.

Gut zu wissen: Studien zeigen, dass die beliebtesten TED-Speaker Gestik intensiv einsetzen- in 18 Minuten zeigen sie 465 Handbewegungen! Das sind fast 26 Gesten in der Minute.

Moderations-Tipp 3: Wie stelle ich mich am besten vor?

In diesem Punkt gibt es verschiedene Meinungen. Deshalb möchte ich dir verraten, wie ich es mache. Mir geht es bei einer Moderation immer um meine Wirkung, den Fokus richte ich dabei auf die Unternehmensbotschaften und nicht auf meine Person. Weder Position noch Namen interessieren den Zuschauer, er erwartet ein gutes Programm, für welchen ich ihn begeistern möchte. Wenn es deshalb technisch möglich ist, lasse ich auf der Rückwand meinen Namen und meine Position einblenden. Bei Messemoderationen stelle ich mich prinzipiell nicht vor, weil es das Laufpublikum mit Fakten „gefesselt“ wird.

Möchtest du dich vorstellen, so sollte der erste Satz deiner Moderation das beinhalten, was dein Publikum am meisten interessiert. Ein gelungener und knackiger Einstieg ist für mich der wichtigste Teil der gesamten Veranstaltung, da er das Publikum „abholt“ und eine wichtige Grundlage für die positive Stimmung bildet.

Moderations-Tipp 4: Deine Hände

Eine natürliche Handposition für Präsentationen zu finden ist gar nicht so einfach, daher mein Tipp: Entweder eine Hand ans Mikrofon oder wenn du ein Headset trägst, dann halte doch am besten ein paar Moderationskarten in der Hand. Wenn du noch ein Logo des Veranstalters auf die Rückseite druckst, wirkt es gleich viel professioneller. Wie weiter oben im Text schon erwähnt, lohnt es sich intensiv „mit den Händen zu sprechen“.

Gut zu wissen: Je weiter oben du die Hände hältst, desto unsicherer wirkst du. Es ist deshalb empfehlenswert sie weiter unten zu positionieren. Ich halte sie ungefähr auf Gürtelhöhe.

Moderations-Tipp 5: Texte

Wie schreibt man überhaupt eine gute Moderation? Nicht aus Lebensläufen. Die Aufgabe des Moderators ist es zu informieren und zu unterhalten, aber nicht zu langweilen. So macht es der Profi: Ich rufe jeden einzelnen Referenten vor dem Event an und frage nach dem besonderen Highlight des Vortrages. Meistens komme ich mit den Referenten ins Plaudern und dabei erzählen sie die schönsten Dinge.

Anschließend recherchiere ich und schaue, welche Verknüpfungen es zu dem Thema gibt – aktuelle Pressenews? Neue Patente? Ein erfreulicher Aktienkurs? Aus all diesen gesammelten Informationen schreibe ich meine Texte. Für eine Minute Moderation brauche ich manchmal mehrere Stunden, weil die Recherche so aufwändig ist. Ich möchte mit Fakten glänzen, die meine Zuschauer noch nicht gehört haben, und dem angekündigten Redner ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Moderations-Tipp 6: Getuschel in den hinteren Reihen

Gibt es leider immer wieder, häufig bei technischen Pannen. Ich verrate dir hier gerne meinen Geheimtrick: „Funktioniert mein Mirkofon noch? Können Sie mich da hinten eigentlich überhaupt verstehen? (kurze Pause) Ich Sie nämlich sehr gut!“

Schon eine Stunde hebt dich auf ein komplett neues Niveau.

Moderations-Tipp 7: Pausen

Kurze Pausen in deiner Moderation geben dir Souveränität, wenn du sie richtig einzusetzen weißt. Die Pause ist für mich als Profi ein wichtigstes Moderationselement, mit dem ich nur allzu gern spiele. Ich erzeuge damit ganz bewusst Spannung und ziehe das Publikum in meinen Bann. Ich setze Pausen von 5-10 Sekunden an die Stellen, wo die Zuschauer unbedingt wissen wollen, wie es weitergeht, etwas enthüllt wird oder eine Neuigkeit verkündet wird.

Gut zu wissen: Wenn du kein geübter Redner bist, dann wird dir die Pause sehr schwer fallen, probiere es einfach mal aus. 3 Sekunden reichen schon, die sich auf der Bühne wie 10 Minuten anfühlen können. Dieser Keynote-Speaker positioniert Pausen perfekt: Dananjaya Hettiarachchi – World Champion of Public Speaking 2014 – Full Speech – YouTube

Moderations-Tipp 8: Lampenfieber

Gehört dazu! Aber es wird von Eventmoderation zu Eventmoderation immer besser! Eine gute Vorbereitung hilft dir besser, mit einer Präsentation klar zukommen. Und: Präsentiere so oft du kannst! Damit legt sich das Lampenfieber mit der Zeit. Mache dir vor jeder Moderation bewusst, dass dir nichts passieren kann, weil du die wichtigsten Notizen auf deiner Moderationskarte notiert hast.

Gut zu wissen: Auch ich als Profi habe immer noch Lampenfieber, allerdings nur noch die ersten 30 Sekunden der Eröffnungsmoderation. Das ist der Moment, wenn ich die Energie des Publikums spüre und merke, ob es mir wohl gesonnen ist oder eben nicht. Es sind die intensivsten Sekunden der gesamten Moderation für mich und die entscheidenden, das Publikum für mich zu gewinnen.

Hier 2 Beispiele für Moderationen:

Begrüßung mit Selbstvorstellung

In wenigen Minuten werden wir Ihnen hier ganz exklusiv die brandneue Mercedes Benz A Klasse vorstellen, mit beeindruckenden Features, die Sie und Ihre Kunden restlos begeistern werden.

Es wird ein phantastischer Abend. Schön, dass Sie da sind und damit Hallo und ganz herzlich Willkommen, liebe Gäste, zu unserer exklusiven Deutschlandpremiere von Mercedes Benz!

Bevor wir das neue Fahrzeug enthüllen und mit Chefentwickler Max Muster über das brillante Design, die sportliche Fahrdynamik und die leistungsstarke Motorisierung sprechen, möchte ich mich vorstellen: ich bin Saskia Naumann und meine Leidenschaft sind gute Kommunikation und schöne Autos! Ich freue mich auf einen Abend der Extraklasse mit Ihnen!!

Anmoderation aus dem Bereich Technik

Formel 1 Autos, Prothesen, Tennisschläger, Rotorblätter von Windkraftanlagen oder vielleicht auch Ihre Sonnenbrille (wenn Sie z. B. von Oakley sein sollte) – sie alle bestehen aus Carbon!

Die perfekte Zusammensetzung des Werkstoffes entscheidet, was dabei herauskommt. Aber es gibt nur ganz Wenige weltweit, die diese hohe Kunst beherrschen. Einer der führenden Köpfe auf diesem Gebiet ist Dr. Max Muster – der Leiter der Forschung und Basisentwicklung bei Musterfirma.

Die Anwendungsgebiete für Kohlenstoff sind unendlich, also wie wär´s denn mit einem schönen Diamanten für mich, Herr Dr. Muster?

Moderations-Training (60 min)

Du moderierst Online-Events/Web-Meetings und willst deine Performance auf ein Profi-Level heben? Nach einer Analyse deines Auftritts lernst du, wie du dein Publikum innerhalb von Sekunden fesselst und es mit knackigen Moderationen begeisterst. Gerne zeige ich dir auch, wie ich meine Moderationen recherchiere und schreibe.

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